Erneuter Lagerhallenbrand

31.12.20013

Im Einsatz:
FF Kutenholz

FF Mulsum
FF Aspe
FF Essel
Rüstwagen 2 aus Harsefeld
Einsatzzug: Messen und Spüren
Atemschutzcontainer des Landkreises Stade
RTW Bargstedt
DRK Bereitschafts- RTW Stade
DRK Einsatzzug 3: Verpflegung
Polizei

 

Nach dem Lagerhallenbrand am Ostlandring stand 2 Nächte später die nächste Lagerhalle auf dem selben Gelände in Brand. Gegen ca. 3:30 Uhr wurde erneut Großalarm für die Ortswehren Kutenholz, Mulsum, Essel, sowie für Aspe ausgelöst. Diesmal brannte bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte ein Brandabschnitt der Lagerhalle, welcher zuvor verschont geblieben war, auf einer Fläche von ca. 15x30m. Es wurde zunächst wieder ein Angriff über den Dachmonitor des TLF Mulsum eingeleitet.

Gleichzeitig rüsteten sich Atemschutztrupps aus, um mit 2 C-Rohren im Innenangriff dem Feuer die Nahrung zu nehmen. Doch im Innenangriff konnten wir nicht tätig werden, da das Acetylen/Sauerstoff Schweißgerät, welches wir 2 Nächte zuvor in Sicherheit bringen konnten, nicht mehr an seinem Platz stand und laut Aussage des Besitzers wieder ins Innere der Lagerhalle verbracht worden war. So wurde aus sicherer Entfernung ein Löschangriff von Außen gefahren. Auf Grund der schwierigen Situation konnten wir zunächst das Feuer nicht unter Kontrolle bringen. Es breitete sich auf einer Fläche von 15x50m auf die gesamte Dachkonstruktion der Lagerhalle aus. Erst als man sich nach einem lauten Zischen und anschließendem Knall relativ sicher sein konnte, das die Flaschen des Schweißgerätes den Einsatzkräften nicht mehr gefährlich werden konnten, wurde der Innenangriff eingeleitet.

Mittlerweile war der Einsatzzug Messen und Spüren an der Einsatzstelle eingetroffen und nahm erneut Schadstoffmessungen vor, es konnten jedoch keine besorgniserregenden Stoffe in der Luft festgestellt werden. Da es rund um die Einsatzstelle sehr dunkel war, entschlossen wir uns zusätzliche Kräfte zur Ausleuchtung der Einsatzstelle anzufordern. Das übernahm der Rüstwagen aus Harsefeld. Da die Größe der Lagerhalle und der Gegenstände die in ihr gelagert wurden (z.B. Möbel, Paletten, Reifen, Sperrholzplatten und jede Menge Unrat) vermuten ließen, das sich der Einsatz noch über Stunden hinziehen würde, entschlossen wir uns den DRK Verpflegungszug anzufordern. Auch die Atemschutzgeräte wurden knapp, so rückte in den frühen Morgenstunden der Abrollbehälter Atemschutz des Landkreises Stade in Richtung Kutenholz aus.

Während der Löscharbeiten fanden wir in einem Brandabschnitt der Lagerhalle eine brennende Kerze, welche in einen Pappstapel eingehüllt war. Sie wurde umgehend von der Polizei sichergestellt. Damit ist es mehr als offensichtlich, das wir es mit einem Feuerteufel zu tun haben. Er hat vermutlich auch das Feuer 2 Nächte zuvor in der Lagerhalle gelegt.

Erst in den frühen Morgenstunden konnten wir Herr der Lage werden und das Feuer weitestgehend löschen. Auch die Flaschen des Schweißgerätes wurden im Schutt der Lagerhalle gefunden. Sie waren nicht geplatzt, aber da sie bereits erkaltet waren, konnten wir sie gefahrlos bergen. Um Glutnester in nicht brennenden Brandabschnitten in der Dachkonstruktion auszuschließen, wurde die Wärmebildkamera des Einsatzzuges Messen und Spüren eingesetzt. Die Überprüfung ergab glücklicherweise keine weiteren Glutnester. So konnten gegen 8:00 Uhr die ersten Einsatzkräfte die Einsatzstelle wieder verlassen. Dennoch zogen sich die Löscharbeiten bis ca. 11:30 Uhr hin. Am Nachmittag gegen 14:00 Uhr mussten wir erneut ausrücken, denn einige versteckte Glutnester waren wieder aufgeflammt. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis ca. 17:00 Uhr hin.

Die Polizei schätzt den Schaden auf über 150 000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen.