Feuer Kartoffellagerhalle Mulsum

Brennt Kartoffellagerhalle in Mulsum

 

Im Einsatz:
FF Mulsum
FF Kutenholz
FF Fredenbeck
FF Essel
FF Schwinge
FF Wedel
FF Helmste
FF Wiepenkathen (TLF)
FF Stade (2x DLK)
Umweltzug ( Messen und Spüren)
Abrollbehälter Atemschutz
Gemeindebrandmeister
Kreisbrandmeister
THW Kutenholz
RTW (Johanniter)
Polizei

 

Am Samstag Nachmittag kurz nach 15 Uhr heulten nahezu in der ganzen Samtgemeinde Fredenbeck die Sirenen. Es wurde der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle (FRLSt) ein Feuer in einer Lagerhalle in der Nähe des Mulsumer Bahnhofs gemeldet. Zunächst gingen die Disponenten der FRLSt von einer Lagerhalle auf dem Gelände der RPC am Muslumer Bahnhof aus. Somit wurde Großalarm ausgelost, denn bei der  RPC handelt es sich um einen Kunststoffverarbeitenden Betrieb. Bereits auf der Anfahrt der Ortswehr Mulsum konnten aber die Lagerhallen der RPC ausgeschlossen werden. Eine hinter dem Gelände der RPC gelegene ehemalige Kartoffellagerhalle der Stader Saatzucht ließ kräftige Rauchschwaden aufsteigen. In einem Bereich brannte scheinbar die Außenfassade der Lagerhalle.

Sofort wurden mittels Schnellangriff und 2 C- Rohren Löschmaßnahmen eingeleitet. Bei Eintreffen der Kameraden aus Kutenholz wurde sofort ein Trupp unter Atemschutz mit einem C- Rohr im Innenangriff eingesetzt. Im Inneren brannte ebenfalls nur die Fassade. Allerdings handelte es sich um eine doppelt verschalte und isolierte Fassadenwand, bei der mittlerweile die Isolierung im Inneren ebenfalls Feuer gefangen hatte. Somit gestalteten sich die Löscharbeiten äußerst schwierig. Mittels einer Kettesäge versuchte der Trupp unter Atemschutz die Verschalung zu öffnen, um an die  Glut im inneren der Fassadenwand heranzukommen.

 

Jedoch war es auf Grund der Größe der bereits brennenden Fassadenwand nicht mehr möglich das Feuer auf einen relativ kleinen Teil der Fassade zu beschränken. Das Feuer suchte sich seinen Weg durch die gesamte Giebelwand. Auch ein massiver Löschwassereinsatz hielt zunächst das Feuer nicht daran auf. Mittels 2 Drehleitern (DLK) wurde das Dach im Bereich der Giebelwand kontrolliert und gekühlt. Jedoch war auch im Bereich des Daches das Feuer bereits in die Isolierschicht gebrannt. Mit 2 C- Rohren der DLK konnte das Feuer im Dachbereich jedoch weitestgehend gelöscht werden.

Um endlich Herr der Lage zu werden, wurde ein Abrissbagger zur Einsatzstelle beordert. Mit dem Bagger wurde dann die gesamte Giebelwand mit dem dazugehörigen Dachbereich abgerissen, um endlich an die letzten Glutnester heranzukommen und sicherzustellen, daß sich das Feuer nicht weiter in die Dachisolierung frisst.

 

Da im Arbeitsbereich des Baggers noch leere Eisenbahnwagons standen, wurde das THW Kutenholz alarmiert. Das THW zog mittels Seilwinde die Wagons aus dem Arbeitsbereich. Nach ca. 4 Stunden war das Feuer endgültig gelöscht und es konnte mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Die Einsatzstelle wurde der Polizei übergegeben, die schon während der Löscharbeiten Ermittlungen zur Brandursache aufnahmen.