Lagerhallenbrand in Kutenholz (alte Verpackungsindustrie)

Im Einsatz:
FF Kutenholz

FF Mulsum
FF Aspe
FF Essel
Einsatzzug: Messen und Spüren
RTW Bargstedt
Polizei

Montag Morgen gegen 4:30 Uhr alarmierte die Feuerwehr und Rettungsleitstelle Stade die Feuerwehren Kutenholz und Mulsum, da ein Feuerschein bei den Lagerhallen der ehemaligen Verpackungsindustrie Kutenholz im Ostlandring gemeldet wurde. Noch während der Anfahrt zum Einsatzort wurden dann die Ortswehren Aspe und Essel dazu alarmiert, da es sich offensichtlich mittlerweile doch um eine gesicherte Feuermeldung handelte. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus Kutenholz brannte es in einem Teil einer Lagerhalle mit den Ausmaßen von ca. 30 x 50m.  Die Lagerhalle war in 3 Brandabschnitte unterteilt. In der Lagerhalle wurden Maschinen und Werkzeuge gelagert. Laut Aussage der Besitzer sollten sich 2 Schweißgeräte, welche mit Acetylen/Sauerstoff Gemisch betrieben werden, sowie diverse Propangasflaschen noch im Gebäude befinden. Da der genaue Aufenthaltsort der Flaschen nicht festgestellt werden konnte, wurde zunächst nur ein Angriff über den Dachmonitor des TLF Mulsum vorgenommen.

Im weiteren Verlauf versuchten wir mit Atemschutztrupps und C-Strahlrohren weiter ins Innere der Lagerhalle vorzudringen, um Herr der Lage zu werden und ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäudeteile/Brandabschnitte zu verhindern. Dabei fanden wir ca. 15-20 Propangasflaschen unterschiedlicher Größen, welche noch nicht mit Wärme beaufschlagt waren. Sie wurden umgehend ins Freie gebracht. Auch eines der Schweißgeräte wurde relativ schnell in einem nicht brennenden Teil der Halle gefunden und in Sicherheit gebracht. Der mittlerweile eingetroffene Einsatzzug Messen und Spüren nahm Schadstoffmessungen vor,  allerdings wurden keine bedenklichen Stoffe in Luft und Löschwasser nachgewiesen. Durch den massiven, aber nicht ganz ungefährlichen Innenangriff konnte das Feuer relativ schnell zurückgedrängt und schließlich gelöscht werden.

Dabei wurde auch das 2 Schweißgeräte, sowie weitere Propangasflaschen gefunden. Sie waren bereits dem Feuer ausgesetzt und mussten deshalb zunächst einmal massiv gekühlt werden. Kameraden vom Einsatzzug Messen und Spüren kontrollierten mit einem speziellen Messgerät immer wieder die Temperatur der Flaschen. Ebenfalls eingesetzt wurde die Wärmebildkamera des Einsatzzuges, um auch die letzten Glutnester  finden und ablöschen zu können. Die Lösch- und Aufräumarbeiten zogen sich bis ca. 8:00 Uhr hin. Der Sachschaden beläuft sich laut Aussage der Polizei auf ca. 150 000 Euro. Die Brandursachenermittlungen seitens der Kripo wurden aufgenommen.